Heinrich BuchmannFine-Tastery.deWein- und Genussexperte (IHK)
 

Österreich

 

 

Aufgrund der klimatisch günstigeren Bedingungen befinden sich die österreichischen Weinbaugebiete vorwiegend im Osten des Landes in den Bundesländern Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien. Aber auch in allen anderen Bundesländern (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) gibt es Weinanbau in kleinem Ausmaß.
In Österreich wird auf insgesamt auf 44.210 ha Wein angebaut. Die Bundesländer Niederösterreich (26.732 ha), Burgenland (11.538 ha), Steiermark (5.109 ha) und Wien (588 ha) bilden eigene generische Weinbaugebiete und vereinen in sich 17 spezifische Weinbaugebiete. In der Weinbauregion Bergland befinden sich fünf weitere Weinbaugebiete (Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg).

 



Niederösterreich

Niederösterreich

Beschreibung Das grosse Weinland an der Donau Niederösterreich ist Österreichs größtes Qualitätsweinbaugebiet. Unter seinem Namen vereint sich ein reichhaltiges Potenzial von Weinherkünften und Weinstilen heimischer Weinraritäten, aber auch internationaler Rebsorten. Die acht in Niederösterreich beheimateten spezifischen Weinbaugebiete, mit klingenden Namen wie der Wachau im Westen bis Carnuntum im Osten, lassen sich grob in drei Klimaräume einteilen: Das Weinviertel im Norden, den Donauraum mit seinen Nebentälern westlich von Wien und das pannonische Niederösterreich im Südosten. Das große Weinviertel machte 2003 Schlagzeilen, als es sich als erstes Weinbaugebiet Österreichs entschloss, nur noch seinen herkunftstypischsten Wein unter dem Gebietsnamen zu vermarkten, nämlich seinen Paradewein, den pfeffrigen Grünen Veltliner. Seitdem garantiert die Bezeichnung Weinviertel DAC am Etikett pfeffrig-würzige, frische Grüne Veltliner im Glas, ab dem Jahrgang 2009 auch kräftig als Reserve. Die vielfältige Sortenpalette von frischen Weißweinen, fruchtigen Rotweinen und sogar Süßweinspezialitäten aus dem Weinviertel findet man unter der Herkunftsbezeichnung Niederösterreich. Entlang der Donau, von Melk bis Klosterneuburg, und ihren Nebenflüssen Krems, Traisen und Kamp, findet man herrliche Weinorte aufgefädelt wie an einer Perlenkette. Hier hat sich neben dem Grünen Veltliner auch der Riesling als Flaggschiff positioniert. Diese beiden Rebsorten finden als Kremstal DAC, Kamptal DAC und Traisental DAC ihre typischen Ausprägungen. Die steilen Kristallinhänge der Wachau gehen im östlichen Teil des benachbarten Kremstals in Lössterrassen über, die den Weincharakter zum Teil auch im Traisental, Kamptal und besonders am Wagram prägen, wo neben dem Grünen auch der Rote Veltliner zum Aushängeschild wurde. Im Kamptal, besonders am Heiligenstein, findet man Konglomerate und kalkfreie Böden, die den Weinen einen charakteristischen Hauch verleihen. Spezialitäten wie Weißburgunder, Chardonnay aber auch elegante Rotweine aus diesem Teil Niederösterreichs runden das Bild ab. Im pannonischen Niederösterreich südlich und östlich von Wien wachsen einige der herausragendsten Rotweine Österreichs, wobei in Carnuntum der Zweigelt und der Blaufränkisch die Basis für charakterstarke DAC-Weine bilden. Herkunftstypische Weißweine entstehen hier wiederum aus Chardonnay, Weißburgunder oder Grünem Veltliner. In der Thermenregion geben Pinot Noir und St. Laurent beim Rotwein den Ton an. Die weißen Sorten Zierfandler und Rotgipfler sind Spezialitäten, die fast ausschließlich in diesem Gebiet zu finden sind. Seit 2023 komplettiert die Thermenregion mit ihren roten und weißen Schätzen das DAC-Herkunftssystem. Niederösterreich, das ist die Vielfalt aus dem weiten Land der großen Weine.

Anbaufläche 26.732 ha

Rebsorten 1. Grüner Veltliner 49 % 13112 ha 2. Zweigelt 13 % 3397 ha 3. Riesling 6,8 % 1810 ha 4. Welschriesling 4,0 % 1075ha 5. Müller-Thurgau 3,1 % 833 ha 6. Chardonnay 2,9 % 783 ha 7. Muskateller 2,8 % 747 ha 8. Weißburgunder 2,6 % 692 ha 9. Sauvignon Blanc 1,6 % 421 ha 10. Blauer Portugieser 1,6 % 421 ha 11. Blauburger 1,3 % 341 ha 12. Pinot Noir 1,1 % 304 ha 13. Merlot 1,1 % 291 ha 14. St. Laurent 1,1 % 286 ha

Burgenland

Burgenland

Beschreibung Kraftvolle Weine aus dem Land der Sonne Unter dem Einfluss des kontinental-heißen pannonischen Klimas wachsen im östlichsten Bundesland - dem Burgenland - neben komplexen Weißweinen und außergewöhnlichen Süßweinen mitunter auch die körperreichsten Rotweine Österreichs. Dabei gibt es bei den natürlichen Voraussetzungen nicht zu unterschätzende Unterschiede. Ganz im Süden bietet der Eisenberg mit seinem speziellen Boden und einem Hauch steirischer Frische im Klima dem Blaufränkisch beste Bedingungen für Rotweine von feinster Mineralik und unvergleichlicher Eleganz. Mit dem Ruster Ausbruch ist auch einer der berühmtesten Süßweine der Welt ein Fixpunkt der regionalen Weinidentität. Auf den schwereren Lehmböden des Mittelburgenlandes und im Gebiet Rosalia wachsen Blaufränkisch mit besonderer Fruchttiefe und Länge. Im Hügelland westlich des Neusiedler Sees kann dazu eine ausgeprägte Mineralnote mit spürbarem Tannin kommen. Der Ostabhang des Leithagebirges mit seinen Kalk- und Schieferböden ist außerdem ein einzigartiges Terroir für komplexe Weißweine, vor allem für Weißburgunder und Chardonnay, aber auch Grünen Veltliner oder für den roten Blaufränkisch. Feine Prädikatsweine, wie der legendäre Ruster Ausbruch, komplettieren die Dreifaltigkeit der burgenländischen Weinkompetenz. Östlich des Neusiedler Sees dominiert der Blaue Zweigelt mit kraftvollen, saftigen Rotweinen, auch wenn Blaufränkisch und Sankt Laurent ebenfalls hervorragende Ergebnisse liefern. Der Seewinkel im südlichen Teil des Ostens mit seinem speziellen Mikroklima zählt zu den wenigen großen Süßweinhochburgen der Welt. Hier begünstigt die hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund der zahlreichen kleinen „Zicklacken“ im Herbst die Bildung der Edelfäule (Botrytis cynerea). Somit können hier regelmäßig große Beeren- und Trockenbeerenauslesen gewonnen werden. Neben einigen anderen Sorten wie Chardonnay, Scheurebe oder Traminer erreicht in dieser Form besonders der Welschriesling höchstes Qualitätsniveau. Eine der besonderen Qualitäten der burgenländischen Weinwirtschaft ist der Pioniergeist der Winzer*innen. So erreichten in den letzten Jahren auch Weine aus internationalen Rebsorten und kraftvolle Rotwein-Cuvées höchste Anerkennung. Seit dem ersten herkunftstypischen Wein des Burgenlandes, dem Mittelburgenland DAC (mit dem Jahrgang 2005), haben sich bisher auch der Leithaberg DAC, Eisenberg DAC und der Neusiedlersee DAC etabliert. Mit der Ernennung der ehemaligen Großlage Rosalia zu einem eigenständigen DAC-Gebiet 2018 und der Einführung des Ruster Ausbruch DAC schließt sich der Kreis der burgenländischen DAC-Familie.

Anbaufläche 11.538 ha

Rebsorten 1. Blaufränkisch 21 % 2394 ha 2. Zweigelt 19 % 2239 ha 3. Grüner Veltliner 9,3 % 1072 ha 4. Welschriesling 8,1 % 939 ha 5. Chardonnay 6,1 % 705 ha 6. Merlot 4,3 % 495 ha 7. Weißburgunder 3,7 % 429 ha 8. Cabernet Sauvignon 3,0 % 351 ha 9. Sauvignon Blanc 2,8 % 319 ha 10. St. Laurent 2,5 % 286 ha 11. Pinot Noir 2,1 % 241 ha

Unsere Weine Weingut Lentsch

Steiermark

Steiermark

Beschreibung Ein grosses Terroir für Sauvignon & Co. Es gibt sicherlich Weinbaugebiete, in denen wuchtigere und vor allem alkoholischere Weine wachsen. Aber es gibt auf der ganzen Welt keine frischeren, brillanteren und daher auf elegante Weise herkunftstypischeren Gewächse als im Süden der Steiermark. Alle drei steirischen Weinbaugebiete mit ihren unvergleichlichen Spezialitäten liegen mehr oder weniger im Süden des Bundeslandes. Im Westen dieses auch landschaftlich einzigartigen Hügellandes dominiert der Schilcher, jener pikante Rosé, der wohl einer der ausgeprägtesten Terroirweine überhaupt ist. Im Sausal und an der Südsteirischen Weinstraße geben Sauvignon Blanc und Muskateller den Ton an, während südöstlich im Vulkanland Steiermark neben den beiden der Traminer als echtes Juwel für den Kenner funkelt. Der am weitesten verbreitete Wein ist der Sauvignon Blanc, der in der Steiermark eine steile Karriere hingelegt hat und inzwischen zur absoluten Weltklasse gehört. Wer körperreichen Wein schätzt, ist mit der Pinot Familie gut beraten. Hier überzeugt der Weißburgunder von kalkreichen Böden mit einem Hauch raffinierter Mineralik. Der Chardonnay, auch Morillon genannt, kann bei aller Frische mitunter schon kräftig ausfallen und wie die besten Grauburgunder (Ruländer, Pinot Gris) auch durch längere Lagerung zulegen. Mit dem Jahrgang 2018 wurde eine neue Ära des steirischen Weins eingeläutet. Alle drei Weinbaugebiete wurden in den DAC-Rang erhoben: Vulkanland Steiermark DAC, Südsteiermark DAC und Weststeiermark DAC. Die jeweils gebietstypischen Weißweine, inklusive Schilcher in der Weststeiermark, profilieren sich in den drei Stufen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein. Weine, denen besonders viel Zeit zum Reifen gegeben wird, bevor Sie auf den Markt kommen, dürfen die Zusatzbezeichnung „Reserve“ tragen.

Anbaufläche 5.109 ha

Rebsorten 1. Sauvignon Blanc 19 % 965 ha 2. Welschriesling 15 % 746 ha 3. Weißburgunder 13 % 690 ha 4. Muskateller 11 % 580 ha 5. Blauer Wildbacher 10 % 518 ha 6. Chardonnay 7,6 % 387 ha 7. Zweigelt 5,0 % 257 ha 8. Müller-Thurgau 3,2 % 163 ha 9. Pinot Gris 3,2 % 162 ha 10. Scheurebe 2,6 % 135 ha 11. Riesling 1,4 % 72 ha 12. Traminer 1,3 % 65 ha

Unsere Weine Weingut Regele

Wien

Wien

Beschreibung Alte Heurigentradition - neue Weinkultur Weinbau in der Großstadt? Oft handelt es sich dabei um Schauweingärten als Tourismusattraktion. Doch Wien ist anders. Hier ist die Rebfläche ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, dient der Erhaltung des Grüngürtels und ist die Basis für hohe Weinqualität. 2013 wurde die ­Spezialität Wiens, der „Wiener Gemischte Satz“ in die österreichische DAC-Familie aufgenommen und ist seither noch stärker der Inbegriff des Wiener Weins. Noch im späten Mittelalter standen Reben auch innerhalb der Stadtmauern von Wien bis in den heutigen ersten Bezirk. Heute liegt der Schwerpunkt des Weinbaus in den Vororten am Stadtrand: Die Lagen am Bisamberg nördlich der Donau – bewirtschaftet von Winzer*innen aus Strebersdorf, Stammersdorf und Jedlersdorf – sind günstig für die Burgunderfamilie. Von Ottakring über Hernals hinauf nach Pötzleinsdorf und vor allem im 19. Gemeindebezirk mit den Ortsteilen Heiligenstadt, Nussdorf, Grinzing, Sievering und Neustift am Walde sind Riesling, Grüner Veltliner, Chardonnay und Weißburgunder auf den unterschiedlich kalkreichen Böden bevorzugt. Wiederentdeckt wurde die Toplage Nußberg, die junge, ideenreiche Winzer*innen aus allen Teilen der Weinstadt – auch Quereinsteiger*innen – beinahe magisch anzieht. Im Süden Wiens mit Rodaun, Mauer und Oberlaa sind Rendsinen, Braun- und Schwarzerdeböden zu finden, gut für kraftvolle Weißweine und opulente Rotweincuvées. Kaum ein*e Winzer*in verzichtet aber auf den traditionellen Gemischten Satz, bei dem im Weingarten verschiedene Rebsorten gemeinsam ausgepflanzt sind, die auch gemeinsam geerntet und zu Wein verarbeitet werden. 2008 wurde der „Wiener Gemischte Satz“ in die Reihe der österreichischen Produkte der Slow Food Arche des Geschmacks aufgenommen, 2013 erhielt er DAC-Status und ist seither der herkunftstypischste Wein des Weinbaugebiets Wien. Die entsprechende Verordnung schreibt vor, dass zumindest drei weiße Qualitätsweinrebsorten gemeinsam in einem Wiener Weingarten angepflanzt sein müssen, der im Kataster des Wiener Rebflächenverzeichnisses als Wiener Gemischter Satz eingetragen ist. Der größte Sortenanteil einer Rebsorte darf nicht höher als 50 % sein, der drittgrößte Anteil muss zumindest 10 % umfassen. Insgesamt sind in Wien rund 240 Hektar mit gemischtem Satz bestockt. Dabei prägt das Terroir – wie oben beschrieben – auch die Rebsortenverteilung und Stilistik des Wiener Gemischten Satzes. Gebietsweine sind zugänglich und spiegeln die Vielfalt der städtischen Weingärten wider. Ortsweine sind kräftiger; sie tragen die Namen der traditionsreichsten Weinbaugemeinden Wiens. Die DAC-Riedenweine werden durch längeren Ausbau vielschichtiger – langes Trinkvergnügen ist garantiert. Seit jeher beliebt war der Gemischte Satz in den einzigartigen Wiener Heurigen, deren Anziehungskraft bis heute besteht. Ob typischer Heuriger mit warmen Speisen und großem Buffet oder kleine, versteckte Buschenschank mitten in den Weingärten, die nur wenige Wochen im Jahr „ausg’steckt“ hat – ein wahrer Anziehungspunkt sind sie alle, für Einheimische wie für Tourist*innen. Aufgrund ihrer herausragenden kulturellen Bedeutung wurde die Wiener Heurigenkultur 2019 sogar in das Nationale UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen. Damit Wiens Weingärten auch in Zukunft als Natur- und Kulturlandschaft erhalten bleiben, schreibt ein neues Wiener Landesgesetz zwingend vor, dass Rebflächen in Wien bewirtschaftet werden müssen, und schützt somit wertvolle Weinlagen vor Immobilien-Spekulationen.

Anbaufläche 588 ha

Rebsorten 1. Wiener Gemischter Satz 41 % 239 ha 2. Grüner Veltliner 16 % 93 ha 3. Riesling 7,8 % 46 ha 4. Zweigelt 5,5 % 33 ha 5. Weißburgunder 4,5 % 27 ha 6. Chardonnay 4,0 % 24 ha 7. Pinot Noir 3,3 % 19 ha

Weinbauregion Bergland

Weinbauregion Bergland

Beschreibung Früher gab es auch in Teilen dieser Region größere Weingartenflächen, zum Beispiel in Oberösterreich, wo der Weinbau vom 14. bis zum 16. Jahrhundert eine Hochblüte erlebte. Danach kam es zu einem regelrechten Boom des Bierbrauens, aber auch zu klimatischen Veränderungen mit einer geringeren Sonnenaktivität – Stichwort: „Kleine Eiszeit“, sodass der Weinbau in der heutigen Region Bergland sukzessive zurückging und schließlich im 19. Jahrhundert fast vollständig zum Erliegen kam. Heute ist vor allem in Kärnten eine erfreuliche Renaissance des Weinbaus festzustellen. Kärnten 125 ha In den letzten Jahren stieg die Rebfläche in Kärnten auf rund 125 Hektar an. Die Zentren des Kärntner Weinbaus liegen im Bezirk St. Veit mit dem Längsee und dem Gebiet um die Burg Hochosterwitz, im Lavanttal, im Bereich von Feldkirchen und rund um die Stadt Klagenfurt. Es dominieren dabei weiße Burgundersorten, darüber hinaus werden aber auch Sauvignon Blanc, Riesling, Traminer sowie Zweigelt und Blauer Burgunder angebaut. Der Kärntner Wein soll in diesem Bundesland zum touristischen Leitgetränk werden und zeigt entsprechendes Potenzial: Seit 2013 werden Weine aus Kärnten regelmäßig im SALON Österreich Wein ausgezeichnet. Oberösterreich 91 ha Eine Vielzahl von Orts-, Haus- und Flurnamen im ganzen Bundesland zeugen davon, dass der Weinbau in Oberösterreich einst ein relevanter wirtschaftlicher Faktor war. Nach dem Niedergang im 19. Jahrhundert kommt es im Land ob der Enns nun wieder zu einer kleinen Renaissance. Heute werden rund 91 Hektar auf sonnigen Standorten des Donautales, des Machlandes, des Linzer Gaumberges, am Rande des Eferdinger Beckens, im oberösterreichischen Zentralraum, im hügeligen Innviertel, in luftigen Lagen des Mühlviertels, ja selbst im Süden des Salzkammergutes bewirtschaftet. Der Sortenfokus liegt dabei auf Grünem Veltliner und Chardonnay sowie Zweigelt und Roesler. Salzburg 0,19 ha Die ersten Salzburger Weingärten unserer Zeit wurden 2001 in Großgmain am Untersberg gepflanzt. Auf dem Mönchsberg wächst seit 2008 der „Paris Lodron Zwinger“, ein Frühroter Veltliner, der aus diesem Weingarten ca. 500 Flaschen erbringt, die um stolze 40 Euro verkauft werden, sehr zur Freude der Salzburger Pfadfinder, die den Profit bekommen. Auch das Benediktinerstift Michaelbeuern hat ein Projekt gestartet, das 4.000 Stöcke umfassen soll. Tirol 16 ha Während der Weinbau in Südtirol große Bedeutung hat, hat der Weinbauverband Nordtirol heute nur noch knapp zwei Dutzend Mitglieder. Auch der seit dem 14. Jahrhundert bekannte Weingarten von Zirl liegt derzeit brach. Und doch gibt es auch vom Nordtiroler Weinbau wieder neue Lebenszeichen. Die bekanntesten aktiven Betriebe findet man in Haiming und Tarrenz. Vorherrschend sind dabei Burgundersorten, speziell Chardonnay und Blauer Burgunder. Vorarlberg 10 ha In Vorarlberg gab es einmal 500 ha Reben, vor allem im Walgau und im Rheintal. Durch die Reblauskrise und die Konkurrenz des Südtiroler Weins nach dem Bau der Arlbergbahn verschwanden die Reben bis auf einen Weingarten in Röthis fast vollständig. 1997 wurde der „Verein der Weinbautreibenden Vorarlbergs“ gegründet, der den Vorarlberger Weinbau seither wieder forciert. Auf den Weinbauflächen dominieren Müller-Thurgau, Grüner Veltliner und klassische Burgundersorten beim Weißwein, während der Blaue Burgunder die rote Hauptsorte ist.

Rebflächen 243 ha

Rebsorten 1. Chardonnay 11 % 28 ha 2. Sauvignon Blanc 11 % 27 ha 3. Sonstige Weiß 9,7 % 24 ha 4. Sonstige Rot 8,6 % 21 ha 5. Pinot Noir 6,8 % 16 ha 6. Grüner Veltliner 6,7 % 16 ha 7. Muskateller 6,1 % 15 ha 8. Zweigelt 5,7 % 14 ha 9. Weißburgunder 4,4 % 11 ha

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