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Heinrich Buchmann  Wein-und Genussexperte (IHK)  

Wilhelm Walch


Die Seele Südtirols im Glas


Am Fuße der Dolomiten, wo die Gipfel den Himmel stützen und die Sonne die steilen Hänge mit einem sanften, goldenen Licht übergießt, liegt Tramin – 
ein Ort, der seit jeher vom Atem des Weins durchdrungen ist. 
Hier, in diesem historischen Weindorf, wurzelt das Weingut Wilhelm Walch. 
Seit 1869 schreibt die Familie Walch hier nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern auch ein bedeutendes Kapitel der Südtiroler Weinkultur.

Ein mutiger Anfang: Vom Traum zum Erbe
Es begann mit einem mutigen Schritt. Wilhelm Walch, ein visionärer Unternehmer aus Vorarlberg, sah sich vor einer geschlossenen Tür, als er seine Brennerei vergrößern wollte. 
Anstatt zu warten, öffnete er ein neues Tor – in Richtung Süden. 
Mit seinen fünf erwachsenen Kindern im Schlepptau zog er nach Südtirol und erwarb ein stillgelegtes Jesuitenkloster in Tramin. Dies war kein bloßer Geschäftskauf; es war der Beginn einer Symbiose zwischen einer entschlossenen Familie und einem Landstrich, der für den Weinbau bestimmt schien.
Mit unternehmerischem Weitblick erwarb er die besten Lagen in Tramin und Kaltern. 
Sein Pulsschlag – schneller und ambitionierter als der der Zeit – formte innerhalb weniger Jahre eines der größten und angesehensten Weingüter der Region. 
Dieser Geist des Vorangehens, getragen von Respekt vor dem Land, schlägt noch heute im Herz des Gutes.


Im Garten Eden: Wo die Berge den Wein umarmen
Südtirol wird oft als der "Garten Eden" der Alpen beschrieben. Hier, am sonnenverwöhnten Südrand des Gebirges, schaffen die Dolomiten ein einzigartiges Mikroklima. 
Sie sind mächtige Wächter, die kalte Nordwinde abhalten, und zugleich sensible Regisseure des Temperaturspiels: 
warme, sonnige Tage geben den Trauben Kraft und Aroma, 
während die kühlen Bergnächte für jene lebendige Frische und präzise Säure sorgen, 
die Südtiroler Weine so unverwechselbar machen.

Die Weinberge der Familie Walch erstrecken sich über Höhen von 250 bis 700 Metern. 
Sie sind steil, 
oft heroisch angelegt, 
und durchwurzeln Böden, die vom Dolomitgestein erzählen – 
kalkig, sandig, lehmig. 
Jede Lage flüstert eine andere mineralische Note in die Trauben. 
Die kompromisslose, schonende Handarbeit in diesen steilen Parzellen ist ein Versprechen: 
Nur die gesündesten Trauben dürfen die Reise in den Keller antreten.


Die Brücke der Zeit: Zwischen Klostermauern und Gravitation
Ein Gang durch die Kellerei des Weinguts ist eine Reise durch die Zeit. 
Im historischen Kern, in den gewölbten, unterirdischen Gemäuern des ehemaligen Klosters, 
atmet noch der Geist der Mönche, die hier vor vier Jahrhunderten schon Wein kelterten. 
Hier stehen sie: die handbeschnitzten, majestätischen Eichenfässer. 
Sie sind mehr als Behältnisse; sie sind Archive aus Holz, in denen sich die Geschichten von Generationen und Jahrgängen gesammelt haben. 
In ihrer Stille reifen die Weine zu jener Komplexität, die nur Geduld schenken kann.
Nur wenige Schritte entfernt öffnet sich die Moderne. 
Der 2015 erbaute Gärkeller ist ein Tempel der Präzision und Schonung. 
Er arbeitet mit dem Prinzip der Schwerkraft – die Trauben und der Most werden nicht gepumpt, sondern gleiten sanft von einer Ebene zur nächsten. 
Diese Technik bewahrt die zarte Frucht und Eleganz, besonders in den lebendigen Weißweinen, die in modernen Stahltanks ihre Klarheit finden.
Diese Koexistenz von alter Seele und modernem Verstand ist kein Widerspruch, sondern das Fundament der Walch-Philosophie.


Das Vermächtnis im Glas: Typizität und Präzision
Das Weingut Wilhelm Walch steht für die Typizität Südtirols. 
Im Fokus stehen die lokalen Rebsorten, die Charakter und Heimat ins Glas bringen:
· Der Gewürztraminer, die königliche Rebe Tramins, mit ihrer betörenden Aromatik.
· Der zartbittere Lagrein oder der fruchtige Vernatsch, die Seele Südtiroler Rotweine.
· Elegante Weißburgunder und kraftvolle Chardonnays, die die mineralische Handschrift der Dolomitenböden tragen.
Diese klassischen Weine werden in einem modernen, geradlinigen und äußerst präzisen Stil interpretiert. Sie sind klar, fokussiert und strahlen eine unverwechselbare Frische aus – das direkte Echo der kühlen Bergnächte und der sorgfältigen Arbeit im Keller.


Eine Gemeinschaft, die seit Generationen trägt
Ein besonderer Schatz des Weinguts ist seine Verbundenheit mit der Region. 
Seit Generationen liefern rund 100 lokale Weinbauernfamilien ihre sorgfältig gepflegten Trauben an das Gut. Diese langjährigen Partnerschaften sind ein Netz des Vertrauens und des gemeinsamen Wissens. Sie ergänzen die eigenen Lagen und stellen sicher, dass in jedem Wilhelm Walch Wein das gesamte, vielfältige Terroir von Tramin und Kaltern zum Ausdruck kommt.


Weingut Wilhelm Walch
Eine Familiengeschichte, die seit 1869 in Stein gemeißelt und in Reben geschrieben wird.
Ein Dialog zwischen den Dolomiten und der Sonne, 
zwischen Klostertradition und innovativem Handwerk.


Ein Glas, das die reine, klare und unverfälschte Seele Südtirols atmet.
In Tramin, wo die Geschichte im Keller schläft und die Zukunft in den Reben wächst.

🌄 www.walch.it


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