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Heinrich Buchmann  Wein-und Genussexperte (IHK)  

AZIENDA AGRICOLA RECHSTEINER


Wo Geschichte in den Wurzeln schläft


Es gibt Weingüter, die auf Land stehen. 
Und dann gibt es jene, die in Geschichte wurzeln. 
Das Weingut Rechsteiner ist von jener Sorte. 
an betritt hier keine Kellerei – 
man betritt ein lebendiges Archiv, in dem jede Mauer, jeder Weinberg, jede Flasche von vergangenen Leben und gewählten Heimaten erzählt.

Die steinerne Seele des Ortes ist die Villa in Piavon di Oderzo. 
Sie atmet noch die Namen ihrer früheren Herren: Bonamico, Kardinal Ottoboni. 
Doch 1881 schrieb Friedrich Rechsteiner mit ihrer Übernahme das entscheidende Kapitel. 
Er pflanzte nicht nur Reben; er pflanzte ein Vermächtnis in die fruchtbare Ebene des Piave.
Dieses Vermächtnis wird heute von Baron Florian von Stepski-Doliwa gehütet, einem direkten Nachkommen. 
In ihm vereinen sich zwei adelige Ströme: die Rechsteiners und die Stepskis. 
Letztere brachten eine tiefe, fast sehnsuchtsvolle Verbindung zur Serenissima Venedig mit. 
Es war ein Stepski, der einst als österreichischer Garnisonschef in Venedig eine Ruhestätte für seine Soldaten schuf – 
eine Geste der Verwurzelung und des Respekts im fremden, geliebten Land, deren Echo noch heute im Stadtbild Venedigs zu finden ist.


Das Land: Venetiens vielfältiger Atem
Das Weingut liegt im Herzen Venetiens, einer Region, die in ihrer klimatischen und geologischen Vielfalt ein ganzes Europa im Kleinen abbildet. 
Von den kühlen, von den Alpen geschützten Hängen bis zur warmen Po-Ebene entfaltet sich ein Mosaik 
aus Moränenschotter, vulkanischem Tuff und tiefgründigen Schwemmlandböden.
Auf diesem Fundament vollzieht Rechsteiner seine Philosophie: 
Die Übersetzung dieses vielfältigen Atems in den Wein. 
In den nördlichen, kargen Lagen entstehen mineralische, zum Nachdenken einladende Weine. 
In den südlichen, sonnenverwöhnten Parzellen der Ebene reifen fruchtbetonte, lebensbejahende Weine heran. 
Es ist das Wissen, dass der wahre Charakter nicht trotz, sondern wegen der Gegensätze entsteht.


Die Philosophie: Handwerk als Erbe, Wein als Botschaft
Rechsteiner ist kein Betrieb der lauten Innovation. 

Er ist ein Haus der kontrollierten, weisen Evolution.
· Die Parzellen sind klein, die Bewirtschaftung handwerklich – ein direktes Gespräch zwischen Winzer und Rebe.
· Die Vinifikation folgt der Tradition, ist behutsam, respektvoll gegenüber der Frucht.
· Das Ziel ist nie reine Masse, sondern die maximale Ausdruckskraft des jeweiligen Terroirs, 
ob in einer klassischen italienischen oder einer internationalen Rebsorte.

Doch Rechsteiner endet nicht am Flaschenhals. 
Das Gut versteht sich als Kulturkeimzelle. 
Die Förderung von Kunstprojekten ist kein Beiwerk, sondern logische Konsequenz einer Haltung, 
die im Wein selbst eine Kunstform sieht. 
Hier wird nicht nur Most vergoren, sondern auch kreativer Geist genährt.

Der Geschmack: Adel, der aus der Tiefe kommt
Ein Rechsteiner-Wein trägt diesen doppelten Adel in sich: 

den des historischen Erbes und den der erdverbundenen Authentizität. 
Es sind Weine, die nicht schreien, sondern erzählen. 
Sie erzählen von der kühlen Würde der Alpenvorläufer und der großzügigen Wärme der venetischen Ebene. 
Sie erzählen von der Disziplin des österreichischen Erbes und der sinnlichen Fülle Italiens.
Ein Schluck ist daher immer beides: eine Geschichtsstunde und ein sinnliches Vergnügen. 
Man schmeckt die Präzision der Handarbeit, die Tiefe der Böden und das leise Echo der Familienstolzes, 
der sich vor Generationen entschied, in dieser Erde nicht nur zu graben, sondern in ihr zu Hause zu sein.
Das Weingut Rechsteiner ist mehr als ein Produzent. 
Es ist ein Bewahrer und Übersetzer. 
Es bewahrt die Würde der Geschichte und übersetzt die Sprache Venetiens in eine universell verständliche Form: 
in die stille, beeindruckende Eloquenz eines großartigen Weines.


direkt zu der Wein Auswahl von Rechsteiner

 https://fine-tastery.myshopify.com/collections/baroni-rechsteiner-venetia


 
 
 
 
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